09.09.21
Tickets Lisa Eckhart, Die Vorteile des Lasters in Braunschweig

Tickets für Lisa Eckhart Die Vorteile des Lasters 09.09.21 in Braunschweig, Festival KulturImPark

Donnerstag 09.09.21
Einlass: 18:00, Beginn: 19:00
Festival KulturImPark, Bürgerpark Braunschweig, 38100 Braunschweig

Tickets zu Lisa Eckhart Braunschweig

Terminliche Verschiebungen sowie Umplatzierungen gemäß der im Spätsommer geltenden Vorschriften sind möglich.

Freie Platzwahl

PreiskategoriePreisAnzahl 
2. Preiskategorie - Einzelplätze 30,10 €

Platzierte Tickets/Best-Place Buchung

PreiskategoriePreisAnzahl 
1. Preiskategorie - 4er-Tisch 133,60 €
1. Preiskategorie - 4er-Tisch - Schüler/Student 118,20 €Ausverkauft
1. Preiskategorie - 3er-Tisch 100,20 €
1. Preiskategorie - 3er-Tisch - Schüler/Student 92,50 €Ausverkauft
1. Preiskategorie - 2er-Tisch 66,80 €
1. Preiskategorie - 2er-Tisch - Schüler/Student 59,10 €Ausverkauft
2. Preiskategorie - 4er-Tisch 120,40 € 
2. Preiskategorie - 4er-Tisch - Schüler/Student 105,00 €Die Rabatte können Sie im Warenkorb auswählen
2. Preiskategorie - 3er-Tisch 90,30 €
2. Preiskategorie - 2er-Tisch 60,20 €
2. Preiskategorie - 2er-Tisch - Schüler/Student 52,50 €Ausverkauft
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KartenPreis
Lisa Eckhart - 2. Preiskategorie - 4er-Tisch120,40 €

Rolli-Tickets gibt es über unsere Hotline unter 0531 280 18 18.

Informationen

Sie gilt als der Shootingstar der deutschen Kleinkunstszene. 

Mit geistreicher Provokation spart Lisa Eckhart auch in ihrem aktuellen Solo nicht, in dem sie die Bedeutung der sieben Todsünden für das 21. Jahrhundert durchdekliniert und fragt: Wie widersetzt man sich der Spaßgesellschaft, ohne den eigenen Spaß einzubüßen?

Es war nicht alles schlecht unter Gott. Gut war zum Beispiel, dass alles schlecht war. Denn alles, was man tat, war Sünde. Wir waren alle gute Christen und hatten einen Heidenspaß. Die Hölle zählte Leistungsgruppen, Ablässe waren das perfekte Last-Minute Geschenk und lasterhaft zu sein noch Kunst. Doch dann starb Gott ganz unerwartet an chronischer Langeweile. Und bei der Testamentsverlesung hieß es, wir wären alle von der Ursünde enterbt. Fortan war kein Mensch mehr schlecht, jedes Laster nunmehr straffrei und die Hölle wegen Renovierungsarbeiten geschlossen. So fand der Spaß ein jähes Ende.

Heute ziehen Eisfirmen, Elektronikgeschäfte und jedes zweite Schlagerlied die sieben Sünden in den Dreck, indem man sie zur heiligen Tugend erklärt. Man hat uns alles erlaubt und somit alles genommen. Polyamorie versaute die Unzucht. All-You-Can-Eat Buffets vergällten die Völlerei. Facebook beschämte die Eitelkeit. Ego-Shooter liquidierten den Jähzorn. Wellnesshotels verweichlichten die Trägheit. Sie alle haben's schlecht gemeint. Doch schlecht gemeint ist bekanntlich das Gegenteil von schlecht.

Darum gilt es, die Sünden neu zu erfinden. Wie empört man seine Umwelt, ohne als Künstler verleumdet zu werden? Wie verweigert man sich dem Konsumerismus, ohne auf irgendetwas zu verzichten? Wie wird man zum Ketzer einer säkularisierten Welt?

Lisa Eckhart ist eine Erscheinung: mit einer extravaganten Kurzhaarfrisur und den ausgefallenen Outfits zelebriert sie eine Kunstfigur, die einem Salon der Zwanzigerjahre entsprungen wirkt. Ihre Texte sind bitterböse und provokant.

Aufgewachsen in der österreichischen Provinz, groß geworden in Berliner Poetry Slams, angereichert mit Inspirationen von Goethe über Jelinek bis Kinski, errichtet die 27jährige Provokateurin Lisa Eckhart ihr ganz eigenes Genre zwischen Kabarett, Moritat und Poesie.


„Ja, dieser an der schwärzesten Schule österreichischen Humors geschulte Zynismus polarisiert.“  (Der Tagesspiegel)

„Ihre Kunst Kleinkunst zu nennen, wäre eine Geringschätzung.“ (Wiener Standard)